Sehr geehrte Damen und Herren,
im Frühjahr 1994 wurde auf Wunsch vieler Mitgliedstädte vom Vorstand
des
Städtetages beschlossen, einen Arbeitskreis für die Mitarbeiter der
kommunalen Denkmalpflege einzurichten.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser Arbeitsgemeinschaft haben
wir uns entschlossen, in einer zweiten Auflage unsere im Jahre 2005 in
Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg herausgegebene Broschüre
Denk Mal öffentlich nochmals herauszugeben.
Nachdem wir die erste Auflage auch bundesweit in der Fachkommission
Denkmalpflege des Deutschen Städtetages vorgestellt hatten, war die
Nachfrage so groß, dass die uns vorliegenden Exemplare schnell vergriffen
waren. Noch heute erhalten wir Anfragen, weshalb eine Neuauflage nicht zuletzt
im Rahmen unseres kleinen Jubiläums sinnvoll erscheint.
Die Botschaft dieser Broschüre, die Bedeutung der Denkmalpflege
gegenüber dem Bürger, Entscheidungsträgern, und vor allem auch
Investoren offensiv zu vermitteln, ist heute so wichtig wie damals. Unsere
Mitgliedstädte teilen uns mit, dass durch gezielte
Öffentlichkeitsarbeit die Bürger Denkmale als wichtigen Bestandteil
ihrer Stadt verinnerlichen. Dasselbe gilt für Industriedenkmale.
Hochwertige moderne Architektur in der Nachbarschaft von Denkmalen prägen
eine Stadt und sind deren Visitenkarte. Internationale Labels, insbesondere in
der Bekleidungsindustrie, suchen zunehmend herausragende Objekte, die aufgrund
ihrer Architektur Kunden neugierig machen. Industriedenkmale, die einer
neuzeitlichen
Nutzung zugeführt werden, können ein wichtiger Standortfaktor einer
Stadt werden. Durch diese Objekte wird das Interesse bei Menschen an der
Denkmalpflege geweckt.
Was im Jahre 1994 beispielsweise beim Emscher Park begann setzte sich
bundesweit fort. Die Umnutzung von Industriedenkmalen für Events, Messen
oder sonstige Veranstaltungen bzw. Geschäftsmodelle machen als
herausragende Leuchttürme eine Stadt attraktiver. Ich denke
dabei beispielsweise an das Dick-Areal in Esslingen am Neckar, die trend
factory in Rottweil oder bundesweit an die Projekte der Meilenwerk-Gruppe.
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