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Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft

Das Programm „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ des Sozial- und des Staatsministeriums umfasst vier Säulen:

1. Das Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“. Derzeit sind es 133 geförderte Bündnisse;

2. Die Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Dieser Teil des Programms wird von der Landeszentrale für politische Bildung im Auftrag des Sozialministeriums umgesetzt;

3. Die Förderung von kommunalen Flüchtlingsdialogen und

4. Das neue Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Integration, auf das sich auch Flüchtlinge bewerben können.

Aktuelles

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Kurzfilm: FLÜCHTLINGSHILFE KOMMUNAL.


In vielen Mitgliedstädten des Städtetags Baden-Württemberg ist das Bürgerengagement eine wesentliche Stütze der „FLÜCHTLINGSHILFE KOMMUNAL“. In einer dreiminütigen Filmcollage wird dieser Aspekt des kommunalen Engagements in der Flüchtlingshilfe mit der Arbeit des Städtetags verbunden.

Der Kurzfilm wurde im Rahmen der Hauptversammlung des Städtetags am 23.11.2016 in Mannheim erstmals öffentlich gezeigt. Die Dreharbeiten fanden unter anderem beim zweiten Projekttreffen der vom Städtetag betreuten Projekte im Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ statt. Durch das Medium „Film“ kann die kommunale Arbeit einem breiten Publikum nähergebracht werden. 

Gerne können Sie die Filme auch im Rahmen der geförderten Projekte einem breiten Publikum vorführen (ausgenommen Kino).

Wir danken:

  • unseren Projektpartnern für die Mitwirkung am Film
  • der Stadt Lörrach für die Planung und Durchführung des dortigen Drehs sowie
  • den Filmkindern in Lörrach

Die Produktionsfirma vidream aus Freiburg war mit der Umsetzung des Films beauftragt.

Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration und aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert.

3. Gesamttreffen der vom Städtetag betreuten Projekte

Nächste Woche findet am 4. Juli 2017 wieder im Martha-Maria Haus das 3. Gesamttreffen der vom Städtetag betreuten Projekte (1. und 2. Tranche) statt.

Es haben sich rund 60 Teilnehmer angemeldet umd von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr die Integration von Personen mit Fluchterfahrung mit uns zu diskutieren.

Inputs geben Prof. Dr. Jürgen Kegelmann von der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, Timm Klotz vom Freundeskreis Asyl Radolfzell e. V., Dr. Susanne Diemer aus dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg sowie Verena Schmid vom „Reallabor Asyl“ und Inge Baumgärtner aus der Stadt Sinsheim.

Das Förderprogramm „Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe – Gemeinsam in Vielfalt“

Ziele des Förderprogramms „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ der Landesregierung von Baden-Württemberg sind die Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen durch bürgerschaftliches Engagement sowie die Verbesserung des Zusammenlebens in den Kommunen durch Dialoge.

Das Förderprogramm soll zivilgesellschaftliches Engagement unterstützen und stärken und Beteiligung fördern. Es soll auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisengebieten reagieren und dem humanitären Auftrag der Flüchtlingshilfe Rechnung tragen. Im Zusammenwirken unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure (Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) sollen gemeinsam mit Flüchtlingen in einem dialogischen Verfahren neue Wege des Zusammenlebens und des Zusammenwirkens entwickelt und erprobt werden. Willkommenskultur soll gelebt werden, und Flüchtlinge sollen mit ihren Talenten und Fähigkeiten in der Heimat auf Zeit oder der neuen Heimat integriert werden. Eigenes Engagement bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen, Wissen einzubringen, und den Alltag zu strukturieren. Stereotype Klischees gegenüber Flüchtlingen werden so revidiert und Schwellenängste abgebaut.

Dazu soll die jeweilige Kommune/der jeweilige Landkreis ein Beteiligungsverfahren initiieren und bereits zu Beginn dieser Initiative lokale Träger, Initiativen, Mehrgenerationenhäuser, Migrant(inn)en und Flüchtlinge mit einbeziehen. Aus diesen Auftaktveranstaltungen soll ein dauerhaftes Lokales Bündnis entstehen. Ziel ist es, dass sich die kommunale Verwaltung und weitere Akteure aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen austauschen und miteinander vernetzen. Dem gesamten Förderprogramm liegt ein sozialraumorientierter Ansatz zu Grunde. Die Lokalen Bündnisse für Flüchtlingshilfe sind Integrationsprojekte mit lokaler Anbindung.

Das Förderprogramm soll dazu beitragen, dass in der gesamten Fläche des Landes Bündnisse für Flüchtlingshilfe existieren. Deshalb werden die Lokalen Bündnisse in das Lan-desnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement eingebunden. Dabei sollen mit dem Förderprogramm auch Kommunen und Landkreise, die bisher nicht am Landesnetzwerk teilnehmen, erreicht werden.

Häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet.

Regionalkonferenzen: Engagiert weiter!

Im Rahmen des Programms "Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft" setzt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg – in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg – ein Förderprogramm zur Basisqualifizierung für bürgerschaftlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe um.

Dabei bieten Regionalkonferenzen eine Plattform für den Austausch über die bisherigen Erfahrungen, die Weitergabe guter Beispiele und die Vernetzung untereinander.

Die Anforderungen und die Belastungen in den zurückliegenden Monaten waren für bürgerschaftlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe hoch und stellten eine Ausnahmesituation dar.

Mit dem Format der Regionalkonferenz bietet sich die Möglichkeit, den ehrenamtlich Engagierten für ihr schnelles und unbürokratisches Handeln zu danken und den Blick zurück und nach vorn zu richten. Nach vielen Monaten kurzfristigen Handelns sind nun mittel- und langfristige Strategien möglich und notwendig.

Es gilt auf kommunaler Ebene die Abläufe vor Ort zu optimieren, Ehrenamtlichen die Möglichkeit zur weiteren Qualifizierung zu ermöglichen und Strukturen zu entwickeln, die das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe zukunftsfähig machen und sowohl Überlastungen wie auch Enttäuschungen im Ehrenamt verhindern.

Wenn Sie für Ihre Region Interesse an der Durchführung einer Regionalkonferenz haben können Sie sich gerne auf den Seiten der Landeszentrale für politische Bildung informieren und Kontakt zur Leiterin des Fachbereich aufnehmen.