P 557/2025 Az.: 047.43 / Kita-Praxis-Check des Normenkontrollrats ist ein wichtiges Signal (04.12.2025)
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Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Bearbeiterin Christiane Conzen E christiane.conzen@staedtetag-bw.de T 0711 22921-48 F 0711 22921-42 Az 047.43 - P 557/2025 · Co 04.12.2025
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Kita-Praxis-Check des Normenkontrollrats ist ein wichtiges Signal
Stuttgart. Zum heute veröffentlichten Praxis-Check des Normenkontrollrates äußert sich der Städtetag Baden-Württemberg wie folgt: Der Städtetag Baden-Württemberg begrüßt den umfassenden Praxis-Check des Normenkontrollrats, der die bürokratischen Belastungen im Kita-Bereich sichtbar gemacht und viele praxisnahe Verbesserungsvorschläge formuliert hat. „Der Bericht des Normenkontrollrats benennt sehr klar, wo Kitas und Träger im Alltag unnötig ausgebremst werden. Diese Vorschläge gehören jetzt auf die politische Agenda“, so Ralf Broß, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags. Aus kommunaler Sicht ist insbesondere eine grundlegende Novelle der Kita-Verordnung (KitaVO) dringend erforderlich. Die im Bericht hervorgehobenen Probleme – etwa die enge Gruppenstruktur, starre Mindestpersonalschlüssel oder schwer handhabbare Angebotsformen – bestätigen die Rückmeldungen der Städte. „Wir brauchen eine KitaVO, die Flexibilität ermöglicht und den realen Alltag abbildet. Der Praxis-Check liefert dafür eine hervorragende Grundlage“, sagte Broß. Großes Potenzial sieht der Städtetag auch in den Vorschlägen zur Digitalisierung der Genehmigungs- und Meldeprozesse, einschließlich einer einheitlichen Plattform für Kommunikation, Betriebserlaubnisse und relevante Meldungen. „Der heute bestehende Flickenteppich muss weg. Digitale, durchgängige Verfahren würden Kommunen, Träger und Aufsichtsbehörden gleichermaßen entlasten“, unterstreicht Broß. Der Städtetag reflektiert bereits die Erfahrungen aus dem Erprobungsparagraphen und prüft auch, welche Potenziale für Bürokratieabbau sich aus dem neuen Regelungsbefreiungsgesetz für die Kommunen ergeben. „Diese Instrumente eröffnen Chancen, gute und praxistaugliche Lösungen vor Ort sichtbar zu machen und in die Breite zu tragen – dort, wo heute schon mit viel Erfahrung und Augenmaß gearbeitet wird“, erklärt Broß. Zugleich betont er: „Das Land muss selbst für praxistaugliche Rahmenbedingungen sorgen. Daran ändern auch diese Möglichkeiten nichts.“ Auch bei der Förderung von Sprachbildung und Sprachförderung im Alltag sieht der Städtetag erheblichen Reformbedarf hin zu mehr Pauschalen, klaren Verfahren und vollständiger Digitalisierung. „Der Praxis-Check liefert einen präzisen Kompass. Jetzt kommt es darauf an, dass das Land diese Vorschläge entschlossen aufgreift. Unsere Städte stehen bereit, diesen Weg konstruktiv mitzugehen, für weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Kinder“, erklärt Ralf Broß abschließend.
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