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Datum: 14.10.2025

P 552/2025 Az.: 047.43 / Zumeldung zur Presseinformation der Kassenärztlichen Vereinigung BW - „Einseitige Schuldzuweisungen der KVBW sind verantwortungslos“ (14.10.2025)


 

PRESSEINFORMATION Geschäftsführendes  
Vorstandsmitglied

Bearbeiterin
Christiane Conzen
 
E christiane.conzen@staedtetag-bw.de
T 0711 22921-48
F 0711 22921-42
 
Az 047.43 - P 552/2025 · Co
 

14.10.2025

 

„Einseitige Schuldzuweisungen der KVBW sind verantwortungslos“

 
Stuttgart.  Der Städtetag Baden-Württemberg reagiert deutlich auf die jüngsten Aussagen der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) zu den Sparvorschlägen des Bundesgesundheitsministeriums:
 
„Die KVBW ignoriert, wie unser Gesundheitssystem tatsächlich funktioniert“, konstatiert Ralf Broß, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg. „Wer die Krankenhäuser zum Hauptproblem erklärt und deren finanzielle Grundlage infrage stellt, schadet nicht nur den Kliniken selbst, sondern der gesamten medizinischen Versorgung im Land.“
 
Aus Sicht der Städte verkürzt die KVBW durch ihr Vorgehen auf populistische und verantwortungslose Weise diese hochkomplexe Debatte: „Die KVBW tut so, als ließe sich ein modernes Gesundheitssystem allein durch ambulante Angebote sichern. Das ist unrealistisch. In der Fläche sichern vor allem auch die kommunalen Krankenhäuser die Grund- und Notfallversorgung der Menschen – und das unter immer schwierigeren finanziellen Bedingungen“, so Broß weiter.
 
Statt die Krankenhauslandschaft pauschal zu diskreditieren, müsse die Kassenärztliche Vereinigung endlich selbst Verantwortung übernehmen: „Wer jetzt nur auf andere zeigt, trägt nichts zur Lösung bei – im Gegenteil: Er verschärft die Krise.“ Der Städtetag fordert die KVBW deshalb auf, sich nun konstruktiv in die notwendigen Reformprozesse einzubringen, anstatt mit provokativen Aussagen das Vertrauen der Menschen in das Gesundheitssystem zu beschädigen.
 
„Die KVBW sollte ihre Energie darauf verwenden, gemeinsam mit den kommunalen Trägern tragfähige Modelle für eine integrierte, wohnortnahe und bezahlbare Versorgung zu entwickeln. Die pauschale Abwertung der Krankenhäuser dagegen ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die täglich Verantwortung in den kommunalen Einrichtungen übernehmen – medizinisch, organisatorisch und finanziell.“
 
Abschließend betont der Städtetag: „Das Gesundheitssystem braucht Kooperation, nicht Konfrontation. Schlagzeilen zu produzieren hilft jetzt niemandem.“
 

 

 

 


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